Informationen zur Corona Krise in Chören

Liebe Sängerinnen und Sänger, liebe Vereinsvorstände,

25.07.2020

Für die Chöre der Stadt Wetzlar und Stadtteile, hier die Nachricht der Stadt:

Seit Monaten liegt der Chorgesang wegen der Corona-Epidemie brach. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr beim Singen in geschlossenen Räumen. Deshalb möchten wir die heimischen Gesangvereine in den Sommermonaten ins Freie locken und stellen unsere Grünanlagen für Chorproben zur Verfügung.
Fünf Parks in der Kernstadt (Klostergarten, Avignon-Anlage, Siena-Anlage, Rosengärtchen, Kreuzgang hinter dem Dom) können die Chöre nach Terminabstimmung mit dem Kulturamt (Telefon 06441/994103) mit Abstandregelungen nutzen.
„Die Chöre leiden besonders unter der Corona-Krise“, sagt Kulturdezernent Jörg Kratkey (SPD), „deshalb möchten wir helfen, dass die Gesangvereine ihre wichtige Funktion für Kultur und Gemeinschaftspflege wenigstens in diesem Rahmen aufrechterhalten können. Mit Abstand und bei Einhaltung der Hygieneregeln ist das Singen im Freien gut vertretbar.“
34 Chöre gibt es in Wetzlar, rund 100 sind im heimischen Dachverband, dem „Solmser Sängerbund“, organisiert. Dessen Vizepräsident Felix Altenheimer begrüßt das Angebot der Stadt: „Chorproben sind derzeit nur im Freien mit ausreichendem Abstand möglich. Auch wenn der gewohnte Chorklang draußen kaum möglich ist, ist es sehr wichtig, zusammenzukommen, um die Stimmbänder zu trainieren und die Gemeinschaft zu pflegen.“ Pro Tonlage sei eine halbe Stunde Probe erlaubt, also in der Regel zwei Stunden. Die Standorte der Sänger müssen jeweils dokumentiert werden.
Chöre, die in den Wetzlarer Stadtteilen in Grünanlagen proben möchten, können dies direkt in Abstimmung untereinander tun und brauchen sich nicht mit dem Kulturamt abzustimmen. Sofern die Bühne im Rosengärtchen frei und nicht für Umbauarbeiten belegt sei, könne auch diese genutzt werden. Dort ist auch ein Stromanschluss vorhanden, der für ein Keyboard etc. genutzt werden kann.

Für alle anderen Mitglieder des SSB gilt: Nehmen sie Kontakt mit ihrer Gemeindeverwaltung / Stadtverwaltung auf und fragen sie ob es dort auch diese Möglichkeiten gibt.

 

15.07.2020

Bitte auch immer mal weiter nach unten scrollen, dort könnten auch wichtige Informationen vorhanden sein.

aus der Wetzlarer Neue Zeitung vom 15.7.2020:
WETZLAR/DILLENBURG (red). Für Sportvereine, Kultureinrichtungen und Initiativen kann der finanzielle Ausfall durch die Einschränkungen während der Corona-Krise schnell existenzbedrohend werden. Der Lahn-Dill-Kreis bietet deshalb Vereinen ein Soforthilfeprogramm mit insgesamt 100 000 Euro.
Antragsberechtigt sind im Lahn-Dill-Kreis ansässige und in mehr als einer dem Lahn-Dill-Kreis angehörigen Gemeinde aktiv tätige Vereine und Organisationen, deren Zweck auf kulturellem, sozialem, sportlichem oder dem Gebiet des Umweltschutzes liegt und die durch die Corona-Pandemie oder die zu deren Bekämpfung getroffenen Maßnahmen Existenzbedrohung nachweisen können.
Diese Vereine oder Organisationen können mit dem Formular „Zuschussantrag zur Unterstützung für durch die Corona-Krise in existenzielle Not geratene Vereine im Lahn-Dill-Kreis“ einen Antrag stellen, der bis zum 31. Oktober 2020 zu richten ist an den Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises; Stabsstelle, Sport, Kultur und Ehrenamt; Karl-Kellner-Ring 51; 35576 Wetzlar. Alle Infos zur Soforthilfe sind in der „Richtlinie zur Unterstützung für durch die Corona-Krise in existenzielle Not geratene Vereine im Lahn-Dill-Kreis“ zusammengefasst und auf der Homepage des Lahn-Dill-Kreises zu finden. http://www.lahn-dill-kreis.de
Anträge werden bis zum Ende der Antragsfrist am 31. Oktober gesammelt und dem Kreisausschuss zur Entscheidung vorgelegt. In Ausnahmefällen kann durch den zuständigen Dezernenten eine Bewilligung in vorläufiger Höhe ausgesprochen werden, um einen dringlichen Liquiditätsengpass zu überbrücken.
Grundsätzlich sind existenzbedrohliche Liquiditätsengpässe förderfähig, die nach dem 11. März entstanden und auf die Einschränkungen durch die Corona-Krise zurückzuführen sind. Ein existenzbedrohlicher Liquiditätsengpass liegt vor, wenn Forderungen (zum Beispiel Mieten, Betriebskosten, Verbandsabgaben) zu begleichen sind, für deren Begleichung absehbar keine liquiden Eigenmittel (Ansparungen, Rücklagen und Mitgliedsbeiträge) zur Verfügung stehen.

28.06.2020

seit dieser Woche gibt es einige Chöre die bereits wieder die Proben aufgenommen haben, hier ein Fazit eines unserer Präsidiumsmitgliedes

4 Gruppen á  10-12 Personen mit jeweils 3 Meter Abstand, die nacheinander 40-45 Minuten geprobt haben. Der organisatorische Aufwand ist sehr hoch.

  • Die Abstandsregeln einzuhalten fällt Einigen recht schwer, besonders den SängerInnen die warteten, dass sie dran kommen bzw. die bereits geprobt hatten..
  • Texte und deren Aussprache kann man in einer solchen Probe gut lernen
  • Es tat den Stimbänder sehr gut wieder trainiert zu wwerden.
  • Ein Chorklang kommt nicht zustande, da man nur den linken und rechten Nachbarn hört.
  • Einige nicht so stimmsichere SängerInnen “waren total abgehängt”, weil der enge Kontakt zum Vorder-Hinter-Nebenmann/frau fehlt an den/die man sich ranhängen kann um Tonfolgen zu lernen. Der Chorleiter hört schiefe Töne nicht, da er weit vor dem Chor steht oder es fehlt die Zeit diese zu korrigieren. Es besteht die Gefahr, frustrierte SängerInnen zu verlieren.

Solche Proben sind meiner Meinung nach wichtig. Es muss nicht jede Woche sein, alle 2-3 Wochen reicht aus. Das Einstudieren von Chorstücken ist zwar nicht möglich, jedoch kann man die Stimmbänder trainieren, Texte und Notenfolgen lernen, seine Chor-KollegInnen treffen und Konzerte bzw. Chorveranstaltungen für die Nach-Corona Zeit planen.

Jeder Chor braucht hierzu ein Hygienekonzept, hier nur ein Beispiel:

  1. Die Chorproben finden im Freien statt.
  2. An der Probe nehmen maximal 15 Personen exklusive Chorleiter teil.
  3. Bei den Chorproben wird ein Mindestabstand von 3 Metern zwischen den Sängern/Sängerinnen eingehalten.
  4. Für die Dauer der Probe gilt ein fester Sitzplan.
  5. Die Probe dauert maximal 30 Minuten.
  6. Der Sicherheitsabstand zwischen Chorleiter und Chor beträgt mindestens 4 Meter.
  7. Personen mit erkennbaren Symptomen einer Atemwegsinfektion sind von der Probe ausgeschlossen.
  8. Die derzeit gültigen Hygieneregeln des Landes Hessen sowie auch die erweiterten Regeln dieses Konzeptes werden jedem Mitglied ausgehändigt.
  9. Desinfektionsmittel für Hand und Flächen wird vorgehalten.
  10. Die Anwesenheit der Personen (Name, Anschrift, Telefon) und der Sitzplan jeder Probe werden dokumentiert und 4 Wochen aufbewahrt.
  11. Es werden zwei für die Einhaltung der Hygienevorschriften verantwortliche Personen benannt.
  12. Die Teilnahme an der Chorprobe erfolgt eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr.
  13. Die aktuellen Verordnungen des Landes, Kreises oder Kommune finden sofortige Beachtung.

Hier noch ein Schreiben an den Vorstand des SSB vom Magistrat der Stadt Wetzlar zu deren Förderprogramm 2020.

Förderprogramm 2020 der Stadt Wetzlar

Leider geht aus dem Schreiben nicht hervor, ob alle städtischen Vereine angeschrieben wurden. Es betrifft allerdings nur die Vereine der Stadt Wetzlar.

03.06.2020

Artikel aus Gießener Allgemeinen 20.5.20

leider keine guten nachrichten, ein schlüssiges, praktikables Hygienekonzept können wir leider nicht bieten. Singen im Freien, 3 Meter Abstand, kann man ja mal machen, aber ein Ersatz ist das nicht.

 

23. Mai 2020

uns allen fehlt das Singen und die Auftritte sehr. Leider sind Chorproben und Auftritte in der gewohnten Art und Weise nicht durchführbar, denn es gibt immer noch keine verbindlichen Regelungen dazu.Es liegt lediglich eine Empfehlung der Handlungshilfe zum SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vor, der für den Probenbetrieb gilt. Darin heißt es:

Pro Person sollen mindestens 20 m² Grundfläche zur Verfügung stehen. Chormitglieder müssen einen Abstand von mindestens 3 m einhalten. Nach der Probe sollen im Probenraum gründliche Reinigung des Fußbodens und aller mit den Händen berührten Teile durchgeführt werden“.

weitere Informationen hierzu im Rundschreiben Corona, welches an alle Vereine per Mail geschickt wurde. Auf der Rundschreiben Seite als Download erhältlich. Ebenso einige weitere Informationen.

20. April 2020

Heute hat unser Ministerpräsident Volker Bouffier in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass es für eingetragene Vereine weitere Hilfen geben wird. Ab 1. Mai können Gelder beantragt werden. Hier finden Sie den Link zur Seite des Landes Hessen. https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/foerderprogramm-zur-weiterfuehrung-der-vereins-und-kulturarbeit (Bitte kopieren und einfügen). Hier finden sich die Downloads für die Richtlinien und  Anträge .

17.April 2020

Leider ist auch Ende April 2020 kein Ende der Corona-Krise und den damit verbundenen Beschränkungen für unsere Chöre absehbar. Die Durchführung von Chorproben und öffentlichen Chorveranstaltungen ist in den nächsten Wochen und vielleicht auch Monaten nicht vorstellbar, da es eine Grundvoraussetzung ist, dass Sängerinnen und Sänger in den Chorproben und bei Auftritten dicht hintereinander und nebeneinander stehen bzw. sitzen.

Einnahmen aus Konzerten, öffentlichen Veranstaltungen und Sponsorengelder, mit denen bisher unter anderem die Vergütungen der Chorleiterinnen und Chorleiter, sowie die Mieten für Proberäume abgedeckt wurden entfallen nunmehr. Da die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge bei weitem nicht ausreichen, um alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen, besteht die Gefahr, in wirtschaftliche Schieflagen zu geraten.

Nachfolgend haben wir einige Informationen und Lösungsvorschläge zusammengestellt.

Im Falle von weiteren Fragen oder Unterstützungsbedarf kontaktieren Sie bitte das Präsidium über den Kontakt-Link der Homepage oder unter der E-Mail Adresse info@solmser-saengerbund.de

 

  1. Vergütung für hauptberuflich tätige Chorleiter/innen

Für hauptberuflich tätige Chorleiter/innen besteht die Möglichkeit Sofort- bzw. Liquiditätshilfen des Landes Hessen in Anspruch zu nehmen. Hierzu gibt es eine Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Kunst und Wissenschaft vom 07.04.2020 in der steht: „Klargestellt wurde am Dienstag, dass auch Vereine Soforthilfe beantragen können, wenn sie wirtschaftlich tätig sind und ihnen in diesem Bereich eine existenzbedrohende Liquiditätslücke entsteht.“ https://wissenschaft.hessen.de/.

Des Weiteren verweist die Ministerin Angela Dorn in dem nachfolgenden offiziellen Schreiben vom 26.03.2020 darauf, dass das Sofortprogramm „… Künstlerinnen und Künstler einschließt, ausdrücklich auch all diejenigen, die in der Künstlersozialkasse versichert sind.“ Komplett zu finden unter Downloads, Info Schreiben Ministerium.

  1. Vergütung für nebenberuflich tätige Chorleiter/innen

Chorleiterinnen und Chorleiter, die nicht unter das Sofortprogramm fallen, da sie die Chorleitung nebenberuflich ausführen, empfehlen wir sich mit den Vorständen und ChorleiterInnen abzustimmen und gemeinsame Lösungen zu finden. Je nach der finanziellen Ausstattung der Chöre sollte man entweder ganz auf Vergütungen in der probenfreien Zeit verzichten, oder die Vergütung den finanziellen Möglichkeiten der Chöre anpassen.
Einige Chöre haben im Einvernehmen mit ihren Chorleitern die Vergütung anteilig um die entgangenen Einnahmen durch Konzerte und sonstige Veranstaltungen reduziert und an die tatsächlichen Einnahmen an die Mitgliedsbeiträge und Spenden angepasst.

 

  1. Einnahmen aus Geschäftsbetrieb z.B. von Vereinsheimen

Mit den unter Punkt 1. Genannten Informationen des Landes Hessen ist sichergestellt, dass Vereine, denen Einnahmen aus z.B. dem Betrieb von Vereinsheimen Soforthilfe erhalten.

  1. Mieten für Proberäume

Für wirtschaftlich nicht tätige Vereine, die nicht unter das Sofortprogramm fallen, denen jedoch laufende Kosten für die Miete von Probenräume entstehen, empfehlen wir mit dem Vermieter zu sprechen und Mieten für die Zeit auszusetzen, in der keine Chorproben stattfinden. Im Falle von Bürgerhäusern kann hier oftmals ein Gespräch zwischen Vorsitzender/m und Bürgermeister bzw. Ortsvorsteher helfen.